Je heller und bunter, umso besser – Weihnachten in Kanada

Durch den Umzug nach Kanada haben meine Familie und icseit 2017 nicht nur beruflich die Gelegenheit, über den Tellerrand zu blicken, sondern auch privat. Passend zur Adventszeit gibt es deswegen einen kleinen privaten Einblick in (m)ein kanadisches Weihnachten…

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Advent, Advent, das Lichtlein brennt

Hell und bunt muss es sein

Mit viel „Pling, Pling. Glitzer, Glitzer!“ beginnt die Weihnachtszeit in Kanada direkt nach Halloween, also bereits im November. Während unser ausgehöhlter Kürbis von Halloween noch vor der Tür stand, begannen die ersten Nachbarn bereits, ihre Häuser weihnachtlich zu dekorieren.

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Weihnachtsdekoration in Windsor, Ontario – bunt muss es sein und leuchten

Weihnachtlich heißt hier in Kanada aber nicht, ein paar Sterne in die Fenster zu hängen oder Schwibbögen aufzustellen. Nein, es werden bunte Lichterketten an den Hausdächern befestigt und zumeist künstliche, sehr bunt dekorierte Weihnachtsbäume in die Wohnzimmer gestellt. Leuchtende Schneemänner, Weihnachtsmänner, Schlitten und so weiter zieren Vorgärten. Je mehr, umso besser – manch Einer macht einen Wettkampf daraus.

Die Hilfs- und Spendenbereitschaft ist groß

So kitschig ich persönlich die Deko finde, ein sehr guter Gedanke steckt dahinter: Es geht darum, im dunkelsten Monat des Jahres Licht in die Straßen und die Herzen der Menschen zu bringen.

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Canadian Pacific Holiday Train – 171 Stopps in Kanada und den USA

Meinen kanadischen Mitmenschen ist es insbesondere in dieser Zeit wichtig, Gutes zu tun und zu spenden. Es gibt viele kostenlose Veranstaltungen, in denen darum gebeten wird, Essen oder Geld zu spenden (z.B. Canadian Pacific Holiday Train, Christmas Parades, Sammelaktion von Konserven im Kindergarten etc.). Aus Deutschland kannte ich das nicht in diesem Maße.

Weihnachten im kleinen Kreis

2017 war das erste Weihnachten, das ich im Ausland verbrachte. Selbst, als ich in Frankreich studierte, bin ich in die Heimat gereist. Es war außerdem das erste Weihnachten, das wir als Familie mit zwei Kindern verbrachten. Über WhatsApp und Skype schalteten wir uns zu Familie und Freunden nach Deutschland. Pünktlich zum Heiligabend versanken wir im Schnee und am 1. Weihnachtsfeiertag empfing uns ein Winterwonterland.

Im letzten Jahr kamen die Schwiegereltern zu Besuch – für die Kinder war es natürlich besonders toll, Oma und Opa zu Weihnachten zu sehen. Diesmal gab es keinen Schnee, dafür aber ganz viel Qualitytime mit der deutschen Familie.

…und in diesem Jahr? 2019 verbringen wir Weihnachten wieder nur zu Viert und tanken unsere Speicher auf, bevor wir in das trubelige neue Jahr 2020 starten, in welchem sich unser Leben durch den Umzug nach Deutschland und gleichzeitige Pendelei meines Mannes zwischen Kanada und Deutschland noch einmal ganz schön verändert.

Erzgebirgstraditionen in Kanada

Groß geworden bin ich übrigens in dem Weihnachtsland schlechthin: dem Erzgebirge. Handarbeit und Weihnachtstraditionen werden dort besonders traditionell gelebt. Und genauso, wie ich bereits während meiner Jahre in Bremen und Kassel die sächsischen Traditionen fortführte, so mache ich das auch hier in Kanada. Der Schwibbogen steht im Fenster, der Räuchermann arbeitet täglich und die Pyramide dreht sich fleißig.

Wir starten jedes genauso in die Adventszeit, wie wir es auch in Deutschland tun würden: Es werden Plätzchen und Stollen gebacken sowie das Haus weihnachtlich dekoriert. Und natürlich gibt es bei uns einen echten Weihnachtsbaum – zwar nicht schon im November wie es bei vielen kanadischen Familien der Fall ist, aber auch nicht erst zum heiligen Abend, wie ich es aus Deutschland kannte.

Neue Traditionen halten Einzug

So waren die letzten Jahre gekennzeichnet durch ein Herantasten und Vergleichen der unterschiedlichen Bräuche in Deutschland und Kanada. Dennoch haben wir bereits unterschiedliche nordamerikanische Traditionen übernommen, z.B.:

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Christmas Stockings

Die Christmas Stockings hängen seit 2017 auch in unserem Wohnzimmer und die ein oder andere Kleinigkeit landet jedes Jahr darin, aber erst am 25. Dezember.

2018 zog dann auch „Elfie“ in unser Haus ein – „Elf on the shelf“ ist eine ganz wundervolle Weihnachtstradition. Viele Familien erhalten jedes Jahr Besuch von ihrem Elf. Er beobachtet das Geschehen im Haus und berichtet dem Weihnachtsmann nachts davon. Am nächsten Morgen sitzt er dann an einer anderen Stelle. Aber Vorsicht! Der Elf darf nicht angefasst werden, sonst besucht er die Familie nie wieder.

Übrigens: In Kanada werden die Geschenke in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember von Santa Claus bzw. Saint Nicholas gebracht. In unserer Familie kommt er dennoch wie in jedem Jahr am Heiligabend.

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Im Kindergarten werden internationale Weihnachtstraditionen besprochen

Weitere Einblicke in das Leben als Expat-Familie

Viele weitere Geschichten und Bilder aus dem Alltag in Kanada gibt es auf Instagram.

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Dieser Beitrag war Teil der Expatmamas-Blogparade „Mein Weihnachten in….“ – Weihnachten in aller Welt aus dem Jahr 2017. Ich habe ihn mittlerweile nur auf das aktuelle Jahr 2019 angepasst.

4 Gedanken zu “Je heller und bunter, umso besser – Weihnachten in Kanada

  1. Pingback: Weihnachten in Schweden – Ein Gastbeitrag zur Expatmamas-Blogparade | Expatmamas – im Ausland zuhause

  2. Pingback: Expatmamas-Blogparade: Mein Weihnachten in … | Expatmamas – im Ausland zuhause

  3. Ein sehr schöner Beitrag, Susan! Wir haben unser eigenes kleines Weihnachten zu viert immer sehr genossen. Mit kleinen Kindern werden euch die Großeltern sicher fehlen, aber versucht die Ruhe und „Viersamkeit“ zu genießen, ich finde es ist ein besonderes Geschenk und wird euch als Familie eng zusammen bringen. Noch eine schöne Adventszeit, ich liebe deinen „Adventskranz“!

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