Aus dem Tagebuch eines Expatriates… – Teil 2

Im Mai 2017 zog ich als Expatpartnerin von Deutschland nach Kanada, mein Mann war bereits vor Ort in Windsor und organisierte Haus, Auto und co., während ich in Kassel gemeinsam mit unserer damals dreijährigen Tochter den Umzug in die Wege leitete. In dieser Zeit war ich schwanger mit dem zweiten Kind, heute wiederum – im Jahr 2020 und kurz vor dem Umzug zurück nach Deutschland – herrscht eine weltweite Pandemie.

Beide Umzüge werden definitiv in Erinnerung bleiben…

Deutsche im Ausland zuhause – Expat in Kanada

Kürzlich hatte ich bereits über die Entscheidung des Auswanderns auf Zeit und die dazugehörige Achterbahn der Gefühle berichtet: Aus dem Tagebuch eines Expatriates… – Teil 1. Heute beantworte ich eine weitere Frage, die mir sehr häufig gestellt wurde:

Wie ist das so in den letzten Wochen vor einem Übersee-Umzug?

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Mariam Ottimofiore: „Unser Erfolg im Ausland ist nicht abhängig vom Wohnort, sondern von unserem persönlichen Mindset“

Im Alter von 19 Jahren verließ Mariam Navaid Ottimofiore mit einem one-way Ticket nach Boston ihre pakistanische Heimat Karatschi. Seitdem hat sie in neun verschiedenen Ländern auf vier Kontinenten gelebt. Mit ihrem deutsch-italienischen Ehemann und ihren beiden Kindern, deren Geburtsorte 4.800 Kilometer voneinander entfernt liegen, wohnt sie derzeit in Accra, Ghana.

Ich freue mich sehr, dass sie sich die Zeit für ein Interview genommen hat. Wir sprachen über Multikulti, Zufriedenheit und persönliches Wachstum, aber auch über Herausforderungen und Gefahren im Ausland.

Fast 9.000 km lagen während des Interviews zwischen uns
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Dossier: Wenn Deutsche aus dem Ausland zurückkehren – „Heimspiel“ oder Zerreißprobe?

Fast 3,5 Millionen Deutsche leben im Ausland (Quelle: DIA) und wie in jedem Jahr kommt besonders in den Sommermonaten viel Bewegung in das internationale Leben. Das ist dann auch die Zeit, in der viele Familien wieder nach Deutschland zurückkehren. Spätestens im Frühjahr beginnen die ersten Umzugsvorbereitungen und erfahrungsgemäß tauchen dann die meisten Fragen auf: Wie gestalten wir einen möglichst reibungslosen Umzug? Wie holen wir die Kinder mit ins Boot? Wie schwer wird uns der Abschied fallen? Wie gestalten wir die erste Zeit zurück in Deutschland? Die Entsandten äußern allerlei Hoffnungen zu ihrem Wiedereinstieg beim alten Arbeitgeber, ihre Partner wiederum denken gegebenenfalls über die berufliche Neuorientierung nach.

Vor einiger Zeit häuften sich Fragen wie diese nicht nur in meinen Email-Postfächern und in Gesprächen mit Kunden, sondern auch in diversen Expat-Netzwerken (z.B. Expatmamas oder Weltfrauen). Mit diesem Dossier (inklusive Download) möchte ich nicht nur auf die Chancen und möglichen Herausforderungen aufmerksam machen, sondern ebenfalls konkrete Tipps und hilfreiche Ressourcen teilen. Sowohl Rückkehrer als auch Familien und Freunde zuhause finden darin hoffentlich wertvolle Impulse.

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Aus dem Tagebuch eines Expatriates… – Teil 1

In einem halben Jahr sitze ich im Flieger zurück nach Deutschland, während der Container mit unserem Hab und Gut noch über den Ozean schippert. Dieses Mal mit einem Familienmitglied mehr im Gepäck, um wundervolle Erfahrungen reicher, den Kopf voller Erinnerungen, den Computer gefüllt mit Tausenden Fotos und voller Vorfreude auf den Neustart bzw. die Rückkehr ins „Alte“, das sich bereits jetzt so neu und irgendwie anders anfühlt.

Je näher der Abschied rückt, umso mehr schwelge ich in Erinnerungen an die Zeit, in der das Abenteuer Kanada für meine Familie und mich startete… Es kommt mir vor, als wäre es erst gestern gewesen und gleichzeitig fühlt es sich ewig an. Meine Erinnerungen habe ich in Tagebuchform verewigt. Hier der erste Teil:

Expat in Kanada – Von der Idee bis zum Abschied

Februar 2016.

Ich sitze in meinem Büro an der Universität Kassel, auf einmal klingelt mein Telefon. Ich höre es bereits an der Stimme meines Mannes, da warten aufregende Neuigkeiten. „Mein Chef kam gerade in mein Büro und hat mich gefragt, ob wir uns vorstellen könnten, für drei bis fünf Jahre nach Kanada zu gehen.“ Sofort beginnt mein Herz zu klopfen, vor Freude, vor Aufregung. „Klar, wir wollten doch immer nochmal ins Ausland gehen,“ sage ich. Nach dem Telefonat beginnt mein Kopf, Achterbahn zu fahren:

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Zwischen Great Lakes und Maple Syrup – Deutsche im Ausland zuhause

Ist es nicht spannend, wie viele Deutsche es beruflich ins Ausland zieht? Laut Online-Portal Statista haben bereits acht Prozent der Deutschen für eine gewisse Zeit in einem anderen Land gelebt und gearbeitet. Mittlerweile kann sich jeder Dritte Deutsche vorstellen, im Ausland zu arbeiten. Dies hatte eine Umfrage der Marktforschungsinstituts Innofact ergeben.

Es ist ein bunter Haufen Menschen, die es ins Ausland verschlägt.

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Unter Auswanderern und Expatriates gibt es viele spannende Geschichten und unterschiedliche Lebensläufe zu entdecken. Manch einer lebt und arbeitet nur für ein paar Jahre im Ausland und kehrt dann wieder nach Deutschland zurück. Andere wiederum ziehen von Station zu Station und lassen die deutsche Heimat hinter sich. Ist Deutschland dann noch ihre Heimat? Was ist eigentlich „Heimat“? Spannende Fragen, die ich an dieser Stelle (noch) nicht beantworten möchte, denn heute geht es mir um ein anderes Thema:

Deutsche – im Ausland zuhause

Wie ist das, wenn man im Ausland lebt? Was ist anders als in Deutschland und was ist daran so wunderbar? Was fehlt mir? Was habe ich über mich selbst gelernt? Weiterlesen