7 Bücher, die mich als Karriere- und Expatcoach bereichern

Meine Projektpartnerin und Freundin Jacqueline animierte mich kürzlich im Rahmen der #wirliebenbücherchallenge mit den Worten „Susan, als Karrierecoach kämpfst du immer wieder mit Rollenvorstellungen, Klischees, Vorbehalten etc. – mach doch mit und gib uns ein paar Lesetipps!“ Also teilte ich auf meinem LinkedIn-Profil sieben Tage lang jeden Tag ein Buch, das mich inspiriert. Die Wahl fiel mir nicht leicht, ist doch mein Bücherstapel inzwischen mächtig angewachsen:

Bewusst stelle ich nicht Klassiker wie beispielsweise „Das Café am Rande der Welt“ (John Strelecky), „Anleitung zum Unglücklichsein“ (Paul Watzlawick) oder die Kommunikationsbücher von Schulz von Thun vor, wenngleich ich diese besitze und sehr schätze.

Vielmehr habe ich mich in meiner Auswahl auf Bücher konzentriert, die nicht schon allgemein bekannt sind, dennoch aber viele Inspirationen bieten…

Jennifer Louise Petriglieri „Couples That Work“

Jennifer Louise Petriglieri schreibt über die Herausforderungen von Dual Career Couples und versucht die Frage zu beantworten, wie Paare Privatleben und Karriere erfolgreich miteinander verbinden und sich dabei selbst verwirklichen können. Hierzu hat die Professorin viele Jahre lang insgesamt 113 Paare untersucht und aus ihrer Forschung drei Übergänge bzw. Phasen persönlichen Wachstums abgeleitet:

  1. Wie passen unsere Leben und unterschiedliche Karrierewege zusammen und welche Rolle spielt das Familienleben?
  2. Was wollen wir im tiefsten Inneren? (Gekennzeichnet durch Unruhe, Suche nach Antworten auf existentielle Fragen und dem tieferen Sinn etc.)
  3. Wer sind wir in der zweiten Hälfte des Berufslebens bis zum Renteneintritt? (Gekennzeichnet durch Rolllenveränderungen, Empty Nest, Identitätsfragen etc.)

Es geht um Identität, Self-Leadership und Karriereplanung, angereichert mit vielen Fallbeispielen und Reflexionsübungen.

Jerry Jones „99 questions for global families“

Konversationsstarter gesucht?

„Was an deinem Leben wäre anders, wenn du auf einem anderen Kontinent leben würdest?“ „Wie definierst du Zuhause?“ „Wenn du deine Nationalität ändern könntest, welches Land würdest du wählen?“ „In wie vielen Ländern hast du Freunde?“ und viele weitere Fragen listet Jerry Jones in diesem Buch auf. Jede der 99 Fragen enthält noch tiefergehende Frageimpulse, sodass man viel Gesprächsstoff hat.

Der Fokus liegt zwar ganz klar auf internationalen Familien, Expatriates und Auswanderern – aber die Fragen sind durchaus auch für Reisebegeisterte, Weltreisende oder Menschen mit Fernweh geeignet.

„Never stop asking,“ schreibt Jones am Ende des Buches. „When you have asked ALL 99 questions to ALL of your global friends…start over. See what you can learn the second time.“

Manuela Rousseau „Wir brauchen Frauen, die sich trauen“

„[…] Einerseits fühlte ich mich geschmeichelt, dass mich jemand für eine so große Aufgabe in Erwägung zog. Meine Gedanken schlugen Purzelbäume und meine Hände wurden feucht: […] Wie würde mein Mann darauf reagieren? Woher sollte ich die Zeit für eine zusätzliche Aufgabe nehmen? Kannte er mich und meinen Werdegang überhaupt? […] War ich gut genug? Ich spürte die Last der #Unsicherheit, die Angst vor der #Verantwortung, […]“

Das ist ein kurzer Auszug aus dem Gedankenkarussell von Manuela Rousseau, als sie in den 90er Jahren zum ersten Mal für einen Aufsichtsrat vorgeschlagen wird.

In ihrem Buch beschreibt sie eindrucksvoll, wie sie sich im Laufe ihres Lebens von Rollenanforderungen und Geschlechterklischees freigemacht hat. Sie motiviert Frauen dazu, sich zu trauen, (1) authentisch, (2) risikobereit, (3) sichtbar, (4) sinnhaft, (5) souverän, (6) verantwortlich und (7) solidarisch zu sein. Es geht um Karriere, Impostor-Syndrom und Mut.

Noch inspirierender als das Buch war für mich das Interview, das ich mit Manuela Rousseau im letzten Jahr führen durfte. Sie hat viele packende Anekdoten auf Lager und einen wirklich spannenden Lebenslauf.

David Emerald „The Power of TED – The Empowerment Dynamic“

In „The Power of TED“ beschreibt David Emerald sehr anschaulich, wie wir unser Leben und zwischenmenschliche Beziehungen wachstumsorientiert gestalten können. Eingebettet in eine Geschichte führt er die Leser schrittweise in sein Empowerment-Verständnis ein. Er legt dazu das Dramadreieck (Opfer, Verfolger, Retter) von Karpman zugrunde und erweitert es um die Rollen Creator, Challenger und Coach.

Es geht um Self-Leadership, Kommunikation, Lernen und persönliches Wachstum. TED ist eine Inspiration für alle, die beruflichen, privaten und zwischenmenschlichen Herausforderungen aktiv, positiv und selbstwirksam begegnen wollen.

Katia Vlachos „A Great Move – Surviving And Thriving In Your Expat Assignment“

Gespickt mit vielen Fallbeispielen und Checklisten, auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und eigener Expertise hat Katia Vlachos mit „A Great Move“ ein wunderbares Werk nicht nur für angehende Expatriates geschaffen, sondern auch für Coaches, Trainer und Personalverantwortliche, die im internationalen Personalmanagement arbeiten.

Das Buch führt durch alle Phasen internationaler Umzüge: die Entscheidung, die Vorbereitung, den Umzug an sich und das Einleben in der neuen Heimat. Katia sensibilisiert für Chancen und Herausforderungen des Expatlebens sowie hinterfragt das Konzept von Zuhause.

Sie blickt nicht nur auf den Expat selbst, sondern auf alle beteiligten Familienmitglieder (Expatpartner, TCK) und motiviert dazu, insbesondere der Entscheidung für oder gegen eine Entsendung ausreichend Bedeutung und Zeit einzuräumen, da diese die Grundlage für die Zufriedenheit aller Beteiligten und den Erfolg des gesamten Projekts sei.

Claire Craig und Sven Barnow über Psychologie und Fotografie

Zwei Bücher, die für mich zusammengehören – in Beiden geht es um Fotografie und Psychologie und wie beides zusammenpasst.

Seit ich 12 Jahre alt bin, fotografiere ich – ein Hobby, das ich nie zum Beruf machen wollte. Doch es fehlte zunehmend an Zeit für diese Leidenschaft und der Gedanke, Fotografie ins Coaching zu integrieren, ließ mich nicht los. Ich begann, online zu diesem Thema zu recherchieren – dabei fand ich unter anderem diese beiden wundervollen Werke.

Claire Craig arbeitet in „Fototherapie“ die Funktionsweisen und Wirkungen von Fotografie heraus und beschreibt viele Übungen, die nicht nur in Therapie, sondern auch in Beratung, Training und Coaching zum Einsatz kommen können.

Sven Barnow analysiert in „Psychologie der Fotografie“, wie man mit Fotos authentische und berührende Geschichten erzählen kann.

Maren Fischer-Epe & Claus Epe „Selbstcoaching“

In Selbstcoaching von Maren Fischer-Epe und Claus Epe geht es darum, die eigene Weiterentwicklung aktiv in die Hand zu nehmen. Die Autoren führen zunächst psychologische Begriffe ein und stellen anschließend praktische Übungen und Reflexionsfragen zur persönlichen und beruflichen Entwicklung.

Selbstreflexion wird in vier Themenbereichen angeregt:

  1. Selbstwertgefühl und Persönlichkeit
  2. Motivation und Leistungsbereitschaft
  3. Einflussnahme und Verantwortung
  4. konstruktiver Umgang mit Konflikten

Welches Buch empfiehlst du?

Nun bist du an der Reihe, welche Bücher sollte man unbedingt gelesen haben? Hinterlasse mir gern einen Kommentar oder schreibe mir an susan[at]karrierepfa.de

Viel Spaß beim Schmökern, Susan

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