Happy Birthday, Karrierepfade!

Alles neu macht der Mai? Oh, ja! Immer wieder hat sich mein Leben im Mai einschneidend verändert. Der Monat ist für mich nicht nur besonders, weil ich Geburtstag und Hochzeitstag feiere, sondern vor allem auch deshalb: Im Mai 2016 gründete ich Karrierepfade, genau ein Jahr später zog ich nach Kanada.

Warum dies wundervolle Gründe sind, um zu feiern?

Manche Dinge klären sich einfach von alleine

Vor drei Jahren stand ich vor einer wichtigen Entscheidung: Sollte ich weiter in einem Job arbeiten, in dem ich von Tag zu Tag unzufriedener wurde? Oder war die Zeit gekommen, einen lang gehegten Traum in die Tat umzusetzen, und mich als Coach und Trainerin selbstständig zu machen?

Die Wahl fiel mir nicht schwer. Allerdings hielt mich etwas zurück, aus einer Anstellung mit sicherer Bezahlung in eine Selbstständigkeit zu gehen. Eine Selbstständigkeit, von der ich logischerweise nicht sofort leben können würde.

Doch dann kam alles anders. Mein Mann erhielt das Angebot, für einige Jahre nach Kanada zu gehen. Und es war für mich sofort klar, dass ich ihn begleiten würde. Die Wahl zwischen Anstellung und Selbstständigkeit wurde mir abgenommen. Perfect Timing!

Die Geburtsstunde von „Karrierepfade“

Sämtliche Ausreden, die ich mir in der Vergangenheit zurechtgelegt hatte, waren wie weggeblasen. Die Tage in Deutschland waren nun ohnehin gezählt und auf einmal war ich mutig genug, zu beginnen. Bereits zwei Monate später gründete ich meine Website Karrierepfade und machte mich zunächst als Autorin selbstständig.

Ich richtete meinen Fokus auf alle Themen, die das Leben und Arbeiten im Ausland mit sich bringen. So schrieb ich über die Vorbereitungen unseres Umzugs, gab persönliche Einblicke in mein Leben, berichtete über Jobsuche im Ausland und internationale Karriere.

Immer mehr streckte ich meine Fühler aus, denn ich wollte auch als Coach und Trainerin Fuß fassen. Doch zunächst tauchte ich in eine kreative Schaffenspause und genoss die Elternzeit mit meiner zweiten Tochter in vollen Zügen. In dieser Zeit reiste ich viel, netzwerkte und füllte ein Buch mit Businessideen. Auch mich selbst, meine Werte und Ziele reflektierte ich in dieser Zeit intensiv.

Rückblende…

Wir schreiben das Jahr 2009. Ich hatte mein Psychologiestudium beendet,
war 24 Jahre alt und gerade nach Bremen gezogen. Zu diesem Zeitpunkt versuchte ich erstmals, als Coach Fuß zu fassen. Die Coaching-Kollegen, mit denen ich mich damals traf, bescheinigten mir zwar meine emotionale Reife, aber sie wimmelten mich mit folgenden Worten ab:

„Sie sind wirklich überraschend weit für Ihr Alter. Aber Sie sehen noch so jung aus. Sie werden es schwer haben, sich Anerkennung zu verschaffen. Kommen Sie wieder, wenn Sie 30 sind.“

Natürlich hätte ich diesen ehrlichen, aber etwas ungeschickt formulierten Rat ignorieren können. Doch ich entschied mich, darauf zu hören…

So begann ich zunächst eine Stelle in der Wirtschaft und sammelte Erfahrungen in Projektmanagement, Kundenakquise, konzeptionellem Arbeiten, Marketing und Pressearbeit. Ich arbeitete wissenschaftlich und wirkte als Autorin an verschiedenen Büchern mit. Später nahm ich eine Stelle an der Universität an, führte Beratungen und Trainings durch. Ich reduzierte den Stundenumfang, um teilweise selbstständig zu arbeiten. Bei meiner freiberuflichen Arbeit als Gutachterin kam ich mit unterschiedlichsten Menschen zusammen.

Hier & Jetzt

Gestärkt durch meine ganz unterschiedlichen beruflichen Stationen und mit einigen Fältchen im Gesicht fühle ich mich optisch und emotional nun noch besser gewappnet für die Arbeit als Coach und Trainerin.

Ich habe mittlerweile einige Klienten erfolgreich begleitet und ihr Feedback gibt mir die Gewissheit, auf dem richtigen Weg zu sein.

Einige unterhaltsame Daten und Fakten

1.095 – Das Alter von Karrierepfade in Tagen. In dieser Zeit habe ich zahlreiche Artikel zu Karriereplanung, Selbstmarketing und Jobsuche geschrieben, viele Hunderte thematisch passende Artikel auf XING, Facebook, Twitter und Instagram geteilt.

757 – Meine Zeit als Expatriate begann im April 2017 mit der Ausreise meines Mannes nach Kanada, also vor 757 Tagen. Seitdem führen wir erfolgreich ein Leben zwischen zwei Welten.

27 – Zusammen mit meinen Kindern bin ich in diesen zwei Jahren 27 mal geflogen. Acht Flüge waren Interkontinentalflüge, denn wir sind viermal in die Heimat gereist.

13 – Bekannte und Freunde in Windsor sagen mir des Öfteren, dass ich schon mehr von ihrem Kontinent gesehen habe, als sie selbst. Aber das ist es ja, was das Expatleben so besonders macht. In der Kürze der Zeit versucht man, so viel wie möglich zu entdecken. 13 traumhafte Ziele habe ich bereits erkundet: Nova Scotia, Montréal, Georgian Bay, Thumb of Michigan, Petoskey, Louisiana, New York, London ON, Toronto, Ohio, Kuba, Jamaika, Niagara Falls. Auf dem Plan stehen noch: Chicago, Rocky Mountains, Washington, Neufundland.

26.382 – …vielleicht sind es einige tausend Dateien mehr oder weniger. Aber Eines weiß ich mit Gewissheit. In zwei Jahren Kanada habe ich sehr viel Bild- und Videomaterial angesammelt. Ich versuche, die Zeit für mich, meine Kinder, aber auch für unsere Familien in Deutschland in allen möglichen Facetten festzuhalten. Daher sind Bilder ein wichtiges Medium. Man kann noch so weit auseinander leben…mit einem Bild, das man versendet, kann man zumindest ein stückweit am Leben der Anderen „teilhaben“.

668 – Mit insgesamt 2.031 Abonnenten auf Instagram habe ich 668 meiner Fotos geteilt: auf karrierepfade, within2worlds und 100xwindsor. Ich habe in den vergangenen zwei Jahren vor allem über Instagram und XING viele wertvolle Kontakte dazugewonnen.

25 – Ich höre immer wieder, dass andere Expats bzw. Auswanderer traurig darüber sind, dass sich niemand aus der Heimat für ihr Leben im Ausland interessiert. Dies kann ich nicht bestätigen. Wir bekommen auch in diesem Jahr wieder viele Besucher. Ende 2019 werden uns insgesamt 18 Personen zusammengerechnet 25-mal besucht haben.

Aber – last but not least – der wohl wichtigste Fakt:

Unendlich!

Ich kann den Wert, den es für mich hat, für einige Jahre im Ausland zu leben, nicht in einer Zahl ausdrücken. Es ist zwar nicht mein erster Auslandsaufenthalt, denn ich habe bereits mehrfach in Frankreich gelebt und gearbeitet. Aber es ist mit Abstand die längste Zeit, die ich am Stück im Ausland verbracht habe.

Ich habe viel über mich selbst gelernt. Mein Glaube, dass man im Leben alles erreichen kann, wenn man nur will, ist in Gewissheit umgeschlagen.

Täglich wachse ich über mich selbst hinaus, denn mein Mann ist aufgrund seiner Arbeit sehr oft unterwegs. Da unsere Familien in Deutschland leben, ist unser einziges Supportsystem die Betreuung der Kinder in Kita und Schule.

Die Dienstreisen meines Mannes kann ich schon gar nicht mehr zählen, erst recht nicht, wie oft er dabei irgendwo gestrandet ist, Flüge verspätet waren oder komplett gecancelt wurden. Nicht selten kam er dadurch Stunden, einmal sogar Tage später als geplant nach Hause. Scherzhaft bezeichne ich mich deshalb manchmal als Teilzeit-Single Mom, und bin somit permanent dabei, Berufsleben und Familie in Balance zu halten.

Einerseits müsste ich momentan 200 % meiner Energie in Karrierepfade stecken, da ich immer noch dabei bin, meine Selbstständigkeit aufzubauen. Andererseits sind meine Töchter noch klein und brauchen Aufmerksamkeit. Letztlich motiviert mich aber genau dieses permanente Jonglieren dazu, am Ball zu bleiben und möglichst effizient zu arbeiten.

Wie geht es weiter?

Es bleibt spannend. In den nächsten Monaten möchte ich meinen Webauftritt komplett überarbeiten. Erst gestern habe ich mit einer Kollegin darüber gesprochen, wie sich Karrierepfade in den letzten Jahren verändert hat. Gestartet bin ich vor drei Jahren mit einem Blog, der natürlich auch weiterhin bestehen bleibt.

Mittlerweile biete ich jedoch verschiedene Programme an, die ich auch nach außen präsentieren möchte: Karrierecoaching, Fotocoaching, interkulturelle Trainings, Workshops für Kinder. Daher wird es in den nächsten Monaten einen Relaunch meiner Website geben.

In eigener Sache…

Ich möchte dich ermutigen, dich jederzeit mit deinen Fragen zu Karriereplanung, Jobsuche und Selbstmarketing bei mir zu melden.

Für Beratungen und Coachings nutze ich den Kanal, auf dem du dich am wohlsten fühlst: Telefon, WhatsApp, Facebook, Instagram oder E-Mail. Abgesehen von der Zeitverschiebung nach Deutschland (sechs Stunden) kann ich mir alles einrichten. Für Erstgespräche von etwa 30 Minuten berechne ich übrigens kein Honorar. Ich freue mich auf deine Nachricht an susan[at]karrierepfa.de.

P.s.: Bevor die Frage kommt: Mein Geburtstag ist am 6. Mai 😉 …und ja, ich rede über mein Alter. Aber nur, wenn du danach fragst.

Gelacht habe ich schon immer gern.

4 Gedanken zu “Happy Birthday, Karrierepfade!

  1. Pingback: Sechs Fragen an mich selbst – Karrierepfade im Interview | Karrierepfade

  2. Pingback: Karrierepfade – Hinter den Kulissen #1 | Karrierepfa.de

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