„Weihnachtskugel“ – Eine Coachingübung zum Jahresende

Anleitung für eine Jahresreflexion, die auf positive Ereignisse fokussiert, und so die eigene Zufriedenheit steigert. Zur Selbstreflexion geeignet.

Hier wird die fertig gestaltete Weihnachtskugel angezeigt, die am Baum hängt.

Den Blick auf das Positive lenken

Immer wieder sah ich in den letzten Tagen die Anregung, man solle Sorgen, Befürchtungen oder Dinge, die in diesem Jahr nicht gut liefen, auf einen Zettel schreiben. Diesen anschließend zerknüllen oder verbrennen. Das ist ein Weg, zu erkennen, dass unsere negativen Gedanken und Gefühle nicht für immer sind – gleichzeitig aber kann diese Aufgabe triggern, weil alles Negative nochmals „hochgeholt“ wird.

Ich habe mir eine Alternative ausgedacht, die den Blick mehr auf das Positive lenkt und bei mir vermutlich ab diesem Jahr zur Tradition werden wird.

Material und Vorgehensweise

Für diese Aufgabe brauchst du eine Weihnachtskugel, die du selbst gestalten kannst (gibt es in Bastelgeschäften, 1€-Läden oder in der Adventszeit auch in Drogerien/Discountern), Stifte und Papier, ggf. Bastelmaterial und/oder Photos. Der Zeitaufwand beträgt etwa 20-30 Minuten.

Hier wird das Material angezeigt, das für die Coachingübung "Weihnachtskugel" genutzt wird.

So geht’s: Notiere dir frei oder anhand von Leitfragen, wie du die vergangenen Monate erlebt hast. Richte deinen Blick auf

  • positive Erlebnisse,
  • Dinge, die du gelernt hast,
  • Menschen, mit denen du dich umgeben hast,
  • Personen/Dinge, durch die du inspiriert wurdest,
  • deine Erfolge des aktuellen Jahres etc.

Schreibe alles auf, jede Kleinigkeit zählt. Natürlich darfst du auch kritisch werden und festhalten, was nicht gut lief oder was dich traurig gemacht hat – doch ergänze bei diesen Punkten, wie du positiv damit umgegangen bist oder wer/was dich gestützt hat.

Wenn du fertig bist, faltest du den Zettel zusammen und steckst ihn in die Weihnachtskugel. Diese kannst du nach Belieben gestalten, bemalen, dekorieren oder ein besonders schönes Photo aus diesem Jahr einstecken. Hänge die Kugel an den Baum und erfreue dich daran. Im nächsten Jahr kannst du sie wieder öffnen und von Jahr zu Jahr weitere Kugeln gestalten.

Varianten und Leitfragen

Die „Weihnachtskugel“ kannst du allein oder in der Gruppe gestalten – virtuell oder offline. Die Übung ist auch für Kinder geeignet. Meine Töchter waren von der Idee ganz begeistert. Ihnen habe ich folgende Fragen für ihre Weihnachtskugel gestellt:

  • Was hat dir dieses Jahr gut gefallen?
  • Was machst du gern? Wobei hast du Spaß?
  • Was hat dich traurig gemacht?
  • Wer sind deine Freundinnen und Freunde?
  • Was willst du einmal werden? Als was willst du arbeiten?
Hier wird ein Ausschnitt aus der Übung "Weihnachtskugel" gezeigt.

Ich selbst habe das aufregende Jahr Revue passieren lassen und mich dabei von meinen Gedanken treiben lassen. Anregungen für Leitfragen findest du hier.

„Die Weihnachtskugel“ als jährliche Tradition

Besonders nachhaltig wirkt die Übung, wenn du die Weihnachtskugel mit dem Baumschmuck verpackst, jedes Jahr wieder hervorholst und nachliest.

Ich freue mich über eine Rückmeldung, wenn du diese Übung ausprobiert hast. Wie war die Aufgabe für dich? Was hast du daraus gelernt? Welches Gefühl hat die Übung in dir ausgelöst?

In diesem Sinne wünsche ich dir zufriedene und besinnliche Weihnachten
und sende dir viele Grüße aus Kassel, Susan

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