Aus dem Tagebuch eines Expatriates… – Teil 1

In einem halben Jahr sitze ich im Flieger zurück nach Deutschland, während der Container mit unserem Hab und Gut noch über den Ozean schippert. Dieses Mal mit einem Familienmitglied mehr im Gepäck, um wundervolle Erfahrungen reicher, den Kopf voller Erinnerungen, den Computer gefüllt mit Tausenden Fotos und voller Vorfreude auf den Neustart bzw. die Rückkehr ins „Alte“, das sich bereits jetzt so neu und irgendwie anders anfühlt.

Je näher der Abschied rückt, umso mehr schwelge ich in Erinnerungen an die Zeit, in der das Abenteuer Kanada für meine Familie und mich startete… Es kommt mir vor, als wäre es erst gestern gewesen und gleichzeitig fühlt es sich ewig an. Meine Erinnerungen habe ich in Tagebuchform verewigt. Hier der erste Teil:

Expat in Kanada – Von der Idee bis zum Abschied

Februar 2016.

Ich sitze in meinem Büro an der Universität Kassel, auf einmal klingelt mein Telefon. Ich höre es bereits an der Stimme meines Mannes, da warten aufregende Neuigkeiten. „Mein Chef kam gerade in mein Büro und hat mich gefragt, ob wir uns vorstellen könnten, für drei bis fünf Jahre nach Kanada zu gehen.“ Sofort beginnt mein Herz zu klopfen, vor Freude, vor Aufregung. „Klar, wir wollten doch immer nochmal ins Ausland gehen,“ sage ich. Nach dem Telefonat beginnt mein Kopf, Achterbahn zu fahren:

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Je heller und bunter, umso besser – Weihnachten in Kanada

„[…] 2017 war das erste Weihnachten, das ich als Auswanderin auf Zeit im Ausland verbrachte. Selbst, als ich in Frankreich studierte, bin ich in die Heimat gereist. Es war außerdem das erste Weihnachten, das wir als Familie mit zwei Kindern verbrachten. Über WhatsApp und Skype schalteten wir uns damals zu Familie und Freunden nach Deutschland. Pünktlich zum Heiligabend versanken wir im Schnee und am 1. Weihnachtsfeiertag empfing uns ein Winterwonderland. […]“

Wie es in den Jahren danach weiterging, welche nordamerikanischen Traditionen bereits in unser Haus Einzug gehalten haben und was für mich den kanadischen Christmas Spirit ausmacht, das verrate ich dir in meinem Artikel „Je heller und bunter, umso besser – Weihnachten in Kanada“.

Fröhliche Weihnachten (falls du das Fest feierst), denn auch das ist etwas, was ich in den vergangenen Jahren in einem Land gelernt habe, in dem Menschen unterschiedlichster Kulturen miteinander leben. Nicht jeder feiert automatisch das gleiche Fest, das man selbst gerade begeht. In diesen Tagen wünsche ich dir vor allem Gesundheit und Zufriedenheit, sowie die nötige Portion Offenheit für Neues und Unbekanntes.

Viele Grüße aus Kanada, Susan

Karrierepfade

Durch den Umzug nach Kanada haben meine Familie und ich seit 2017 nicht nur beruflich die Gelegenheit, über den Tellerrand zu blicken, sondern auch privat. Passend zur Adventszeit gibt es deswegen einen kleinen privaten Einblick in (m)ein kanadisches Weihnachten…

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Advent, Advent, das Lichtlein brennt


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Wie du herausfindest, was dir wichtig ist – Übung zu Werten

Egal, welchen Job du ausübst, welches Karriereziel du anstrebst oder wo auf der Welt du gerade versuchst, deinen Platz zu finden… Mit Freude und Engagement wirst du deine Ziele nur dann verfolgen, wenn sie mit deinen inneren Werten übereinstimmen. Eine kurze Übung, wie du deine wichtigsten Werte identifizierst, stelle ich dir in diesem Beitrag vor.

Werte beeinflussen unsere Zufriedenheit

Wie alle Menschen hast auch du individuelle Wertvorstellungen, nach denen du dein Leben ausrichtest. Oftmals erfolgt dies unbewusst. Die meisten meiner Klienten kommen ins Stocken, wenn ich sie danach frage, was ihnen wirklich wichtig ist. Sie kennen ihre Werte nicht oder können sie nicht in Worte fassen.

Das kann zum Problem werden, wenn die eigentlichen Werte nicht zum angestrebten Ziel passen. Für die berufliche Orientierung und die eigene Karriereplanung ist es also wichtig, sich mit dem inneren Wertesystem auseinanderzusetzen.

Kein Wertesystem gleicht dem anderen

Ein Teil unserer Werte überschneidet sich mit denen anderer Personen, doch keine Werteliste wird zu 100 % identisch sein.

Mir zum Beispiel sind folgende Werte wichtig:

Vielleicht wird der ein oder andere Wert ebenfalls in deiner Liste auftauchen, während dir andere nicht so wichtig sind.

Wie kommst du nun zu deiner eigenen Werteliste?

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Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Was fühlen wir, wenn wir ein Foto aus unserer Kindheit betrachten? Welche Emotionen und Gedanken werden dabei wach? Sind wir noch dieselbe Person wie auf diesem Bild oder wie haben wir uns verändert? Was passiert in uns, wenn ein Fotoapparat auf uns gerichtet ist? Sich selbst „sehen“, Gedanken sichtbar machen oder Veränderungen visualisieren… Die Möglichkeiten für den Einsatz von Fotografie im Coaching sind nahezu unbegrenzt.

Fotos frieren Momente ein

Seitdem ich denken kann, ist Fotografie ein wichtiger Teil meines Lebens. Nicht nur, dass es viele Kinderfotos von mir gibt – mit 12 Jahren kaufte ich meine erste Kamera. Ich begann mit Streetfotografie, doch schnell rückte der Mensch immer mehr in meinen Fokus und mit Anfang 20 widmete ich mich der Portraitfotografie.

Den zahlreichen Fotoshootings, die ich seither hatte, ist eines gemeinsam: die Portraitierten zeigten sich offener, gefühlvoller, reflektierter und ehrlicher. Vor der Kamera ist man verletzlicher und gibt mehr von sich selbst preis. Je häufiger ich in den vergangenen Jahren über die Wirkung von Fotos nachdachte, desto stärker wurde mein Wunsch, Psychologie, Fotografie und Coaching miteinander zu verbinden.

Aus der Praxis…

Vor einigen Jahren kam eine Frau auf mich als Fotografin zu. Sie erzählte mir, dass sie sehr viel abgenommen habe und sich dadurch nicht nur ihr Selbstbild, sondern auch die Außenwahrnehmung durch ihren Mann verändert habe. Sie sei verunsichert, könne ihre Wirkung nicht mehr richtig einschätzen und wolle sich selbst, aber auch ihrem Partner zeigen, dass sie immer noch die Gleiche sei.

Was als reiner Fotoauftrag begann, war so viel mehr. Es war das erste Mal, dass ich – damals noch unbewusst – Fotografie und Psychologie miteinander vereinte.

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Karriere anders gedacht

Muss ein Lebenslauf immer geradlinig sein oder sind es gerade die kurvigen Wege, die uns als Menschen, Arbeitnehmer, Kollegen und Partner interessant und vielseitig machen?

An dieser Stelle möchte ich einen kurzen Input teilen und mit einigen Fragen zu einem Perspektivenwechsel anregen:

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Sechs Fragen an mich selbst – Karrierepfade im Interview

Berufsbedingt bin meist ich Diejenige, die die Fragen stellt. Denn im Coaching und in der Beratung werden bestimmte Fragetechniken genutzt, um die aktuelle Situation, Probleme und Herausforderungen aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

In dieser Woche hat Nora den Spieß einmal umgedreht und möchte einiges von mir wissen. Die Frage, ob ich lieber noch einmal mein zehn Jahre jüngeres Ich sein würde oder schon mein zehn Jahre älteres Ich, hat mich am meisten zum Nachdenken angeregt. Ich habe hierzu meine ganz eigene Einstellung, von der ich dir gleich berichte.

2019 an meinem „Happy Place“ in Windsor, Ontario
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One way von Deutschland nach Mexiko

Interview mit Corina Hoch, Marketing- und Kommunikationsexpertin, über ihre Auswanderung nach Mexiko, Chancen und Herausforderungen von New Work sowie die Rolle von Führungskräften in diesem Prozess.

Ausgewandert nach Mexiko (c) Foto: Corina Hoch

Hinweis: Das Interview habe ich zunächst auf der Themenseite „XING New Work Experience – Alles zur Zukunft der Arbeit“ veröffentlicht, auf der Interessierte nicht nur Experten-Interviews und Debatten, sondern auch Studien, Tipps und Best Practices zu New Work finden. Gerne teile ich es auch hier mit dir.

Corina, Dir hat ein Urlaub in Mittelamerika so gut gefallen, dass Du kurz darauf dorthin ausgewandert und seitdem von Mexiko aus für deutsche Kunden tätig bist. Dein erster Kunde war kein anderer als Dein früherer Arbeitgeber, viele weitere deutsche Kunden sind dazugekommen. Ein Paradebeispiel für die schöne neue Arbeitswelt?

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Networking-Studie: Zwei Drittel der Deutschen netzwerken nicht

Vor ein paar Tagen erreichte mich eine Pressemitteilung, aus der Folgendes hervorgeht: Obwohl 70 Prozent der Menschen, die aktiv netzwerken, dies als wichtig für ihre Karriere einschätzen, netzwerken zwei Drittel der Deutschen überhaupt nicht.

Im Umkehrschluss heißt das, dass nur ein Drittel der Deutschen netzwerkt. Aus meiner Sicht ein fataler Fehler, denn bei Jobsuche, Karriereplanung und beruflicher Neuorientierung sind Kontakte das A&O. Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass mir (m)ein gutes Netzwerk schon so manche Tür geöffnet hat.

Nur ein Drittel der Deutschen netzwerkt aktiv

Hier die Pressemitteilung im Volltext:

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